Gemeinsam für mehr Lebensmittelsicherheit in Europa und seinen Nachbarstaaten

Erdbeeren aus Spanien, Tomaten aus den Niederlanden, Gewürze aus Marokko und Zitrusfrüchte aus Georgien - die Globalisierung der Nahrungsmittelproduktion und des Lebensmittelhandels bietet neue Herausforderungen für den gesundheitlichen Verbraucherschutz. Das Angebot an Lebensmitteln steigt und ihre Sicherheit muss in zunehmend komplexen Lieferketten gewährleistet werden. „Um Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen, müssen die zuständigen öffentlichen Institutionen weltweit vernetzt sein“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und deutsches Mitglied im Beirat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). „Mit dem EU-Almanach Lebensmittelsicherheit und dem ENP-Almanach für Europäische Nachbarschaftspolitik möchten wir die internationale Zusammenarbeit ausweiten.“ Doch wer macht was in Europa und den Nachbarländern? Die beiden Nachschlagewerke geben einen Überblick über die jeweils zuständigen staatlichen Einrichtungen sowie die administrativen Strukturen zur Gewährleistung der Lebens- und Futtermittelsicherheit in der Europäischen Union und den benachbarten Ländern.

Die Neuauflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit des BfR umfasst 38 Länderprofile, die mit Unterstützung der EFSA-Kontaktstellen der Mitglieds- und Nachbarstaaten (EFSA Focal Points) und der EFSA erstellt und aktualisiert wurden. In dem Nachschlagewerk finden sich alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Island, Norwegen und die Schweiz, sowie die benachbarten europäischen Länder der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien und die Türkei. Neu dazugekommen sind in der 4. Auflage Albanien, Bosnien-Herzegowina und der Kosovo.

Den erstmalig erscheinenden ENP-Almanach hat das BfR gemeinsam mit der EFSA im Rahmen des European Neighbourhood and Partnership Instrument (ENPI) erarbeitet. Er bietet eine Übersicht über die Behördenstruktur von Nachbarstaaten der Europäischen Union und beinhaltet folgende Länder: Armenien, Weißrussland (Belarus), Georgien, Israel, Jordanien, Libanon, Moldawien, Marokko, Tunesien und die Ukraine.

Der Schwerpunkt beider Almanache liegt auf dem Gebiet der Bewertung gesundheitlicher Risiken. Jedes Länderprofil enthält eine grafische Übersicht der Behördenstruktur sowie eine detaillierte Beschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten der Institutionen. Zuständigkeitsbereiche werden grafisch - anhand von Piktogrammen - dargestellt. So ist den Nachschlagewerken beispielsweise zu entnehmen, welche Institutionen für die gesundheitliche Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln, Tierarzneimittelrückstände oder Gentechnik zuständig sind. Zugleich erfahren die Leserinnen und Leser, welche Ministerien und Einrichtungen das Risikomanagement verantworten, wie Risiken kommuniziert werden und inwieweit Risikobewertung und Risikomanagement institutionell getrennt sind.

Diese Übersicht über die organisatorischen Zusammenhänge und die Zusammenarbeit in der Europäischen Union und ihren Nachbarstaaten erleichtert nicht nur die Suche nach internationalen Partnern, sondern vermeidet auch Doppelarbeit und fördert die Klarstellung von Zuständigkeiten.

Die Broschüre wendet sich an alle, die sich über die Strukturen und Institutionen der Lebensmittelsicherheit informieren möchten, insbesondere an Beschäftigte von Lebensmittelbehörden, an Medien, Verbraucherverbände, Vertreter der Lebensmittelindustrie, der Wissenschaft und der Politik.

Die vierte Auflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit steht auf der Internetseite des BfR kostenlos in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Übersetzungen ins Französische, Portugiesische, Spanische und Chinesische folgen. Daneben erschien bereits im Februar 2017 eine Sonderausgabe des EU-Almanachs für die Gemeinschaft der Portugiesisch sprechenden Länder (Comunidade dos Países de Língua Portuguesa, CPLP). Der ENP-Almanach zur Europäischen Nachbarschaftspolitik liegt in englischer Sprache vor.

Die Broschüren können unter folgendem Link auf der BfR-Webseite abgerufen und bestellt werden:

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

In diesem Jahr feiert das BfR sein 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat das BfR eine Jubiläumsbroschüre herausgegeben, die unter /de/broschueren-660.html kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann.



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