Antibiotikaresistenz

Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung begünstigt die Resistenzentwicklung und Ausbreitung von Bakterien mit Resistenzen. Antibiotikaresistenz bedeutet, dass die Erreger gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich sind. Es liegen allerdings keine Daten vor, in welchem Umfang dieser Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zur Resistenzproblematik in der Humanmedizin beiträgt.

Im Rahmen der Lebensmittelgewinnung können resistente Keime aus der Tierproduktion auf Lebensmittel wie Fleisch übertragen werden. Deswegen ist die Einhaltung von Küchenhygiene besonders wichtig. Wird Fleisch bei 70 °C für 2 Minuten erhitzt, sterben die Keime. Schneidbretter oder Messer sollten nach Gebrauch sofort gründlich gereinigt werden, damit keine anderen Lebensmittel mit den Bakterien in Berührung kommen.

Auch durch direkten Tierkontakt können resistente Erreger zum Verbraucher gelangen und unter Umständen Infektionen beim Menschen auslösen. Wenn eine Therapie erforderlich ist, das eingesetzte Antibiotikum aber nicht wirkt, können Infektionen mit den resistenten Keimen länger dauern oder schwerer verlaufen.

Um eine Zunahme der Resistenzen zu verhindern, sollte der Antibiotikaeinsatz nach Auffassung des BfR auf das unbedingt therapeutisch notwendige Maß begrenzt werden. Anstrengungen, die Tiere gesund zu erhalten, damit keine Behandlung erforderlich ist, sollten hierbei im Vordergrund stehen.

Das BfR beteiligt sich an Forschungsprojekten zur Antibiotikaresistenz.





Präsentationen 73






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Publikationen - Wissenschaftsmagazin 1



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