Aufgaben der ZEBET

ZEBET ist die „Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch“ am BfR. Sie wurde 1989 mit dem Ziel gegründet, den Einsatz von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken auf das unerlässliche Maß zu beschränken und Alternativen zum Tierversuch zu entwickeln.

Das 3R-Prinzip für Alternativmethoden

Das Ziel des wissenschaftlichen Tierschutzes soll durch das 3R-Prinzip erreicht werden:

  • Replace - Vermeidung von Tierversuchen durch den Einsatz von Alternativmethoden
  • Reduce - Verringerung der Anzahl der Versuchstiere auf das Minimum
  • Refine - Verminderung des Leidens der Versuchstiere

Das 3R-Prinzip wurde 1959 von William Russel und Rex Burch entwickelt (http://altweb.jhsph.edu/pubs/books/humane_exp/het-toc).

Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch

Die ZEBET erforscht, entwickelt und validiert im eigenen Labor Alternativmethoden nach dem 3R Prinzip

Sie hat besonders Erfolge vorzuweisen mit der Entwicklung von Alternativmethoden im Bereich

  • der Phototoxizität
  • der Toxizität an Haut und Auge
  • der Entwicklungstoxizität unter Einsatz embryonaler Stammzellen. Diese Methode untersucht das Potenzial eines Stoffes, Wachstum und Entwicklung von Organismen zu beeinträchtigen.

Forschungsförderung und internationale Kooperation

Die ZEBET arbeitet mit in nationalen, internationalen und supranationalen Gremien wie der EU-Kommission, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Diese Mitarbeit zielt darauf ab, Alternativmethoden wissenschaftlich zu bewerten und ihre Anerkennung und Implementierung in Gesetzen und Richtlinien zu fördern.

Darüber hinaus werden regelmäßig wissenschaftliche Veranstaltungen, darunter Expertentreffen, durchgeführt, um den Dialog zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Universitäten und Industrie, Behördenvertretern und Tierschützern zu fördern.

Beratung zu Fragen des wissenschaftlichen Tierschutzes

Die Zentralstelle berät das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und andere Bundesministerien sowie Landesbehörden und die EU-Kommission.










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