Bundeseinheitliches System zur Erfassung von Daten zu Lebensmitteln, die bei Krankheitsausbrüchen beteiligt sind (BELA)

Lebensmittelbedingte Infektionen und Vergiftungen (Intoxikationen) des Menschen können von einer Vielzahl bakterieller, viraler und parasitärer Erreger bzw. durch sie gebildete Gifte verursacht werden. Meistens verursachen sie Magen-Darm-Beschwerden, die oft einen milden, selbstlimitierenden Verlauf nehmen; sie können aber auch schwere, mitunter lebensbedrohliche Syndrome verursachen. Der Verdacht auf einen lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch besteht bei Erkrankungen von zwei oder mehr Personen, welche im Zusammenhang mit demselben Lebensmittel aufgetreten sind.

Zuständigkeit für BELA seit 01. Januar 2015 neu geregelt

Aufgrund einer Änderung der Rechtsgrundlage (Allgemeine Verwaltungsvorschrift über die Erfassung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten über das Auftreten von Zoonosen und Zoonoseerregern entlang der Lebensmittelkette (AVV Zoonosen Lebensmittelkette)) wird das Bela-System seit dem 1. Januar 2015 vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) geführt.

Entwicklung des BELA-Erfassungssystems durch das BfR

Das BfR hat für die bundeseinheitliche Erfassung von Daten zu Lebensmitteln, die bei Krankheitsausbrüchen beteiligt sind, ein Erfassungssystem (BELA) entwickelt, welches aus dem ZEVALI-System (Zentrale Erfassung von Ausbrüchen lebensmittelbedingter Infektionen und Intoxikationen) hervorgegangen ist. Das BfR hat dieses Erfassungssystem von 2005 bis Ende 2014 geführt und die Daten zur Risikoerkennung und Risikobewertung genutzt. Die Daten zu Lebensmitteln, die an Ausbrüchen beteiligt sind, wurden von den zuständigen Stellen der Länder erfasst und an das BfR übermittelt. Die ausgewerteten Daten wurden vom BfR jährlich in zusammenfassenden Berichten publiziert, welche auch unter der Rubrik „Dokumente“ zum Herunterladen bereit stehen. Die Daten bildeten darüber hinaus die Grundlage für Stellungnahmen und Pressemitteilungen des BfR mit dem Ziel, die Anzahl von lebensmittelbedingten Erkrankungen in Deutschland zu reduzieren. Außerdem wurden sie mit den nach dem Infektionsschutzgesetz beim Robert Koch-Institut (RKI) erfassten Daten zu den menschlichen Erkrankungen abgeglichen und zusammengeführt und entsprechend den Vorgaben der „AVV Zoonosen Lebensmittelkette“ in den EU-Zoonosenbericht nach Richtlinie 2003/99/EG integriert.





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