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Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel (EsRAM)

11/2015-11/2018

Das Drittmittelprojekt wird im Rahmen der BfR-Forschung zur Expositionsabschätzung und Bewertung biologischer Risiken durchgeführt.

Förderprogramm des BMEL: Innovationsförderung

Förderkennzeichen der BLE: 2817701614

Internetseite des Drittmittelprojektes: -

Beschreibung des Projektes:

Das Verbundforschungsvorhaben „EsRAM“ hat die Entwicklung von Produkten und stufenübergreifenden Maßnahmen zur Reduktion des Transfers und der Entstehung von ESBL und MRSA innerhalb der Geflügelfleischkette zum Ziel, die unter Federführung des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und unter Beteiligung einiger seiner maßgeblichen Mitgliedsunternehmen sowie der Fa. Boehringer entwickelt und vermarktet werden sollen.

Die Schlüsselstellen innerhalb der Mastgeflügelkette, die im Rahmen vorangegangener Forschungsprojekte („RESET“, „MedVet-Staph“, beide gefördert durch BMBF; „MRSA in der Nutztierhaltung“, gefördert durch das BMELV) identifiziert wurden, sind zum einen der Brütereibereich (= Übergang von der Stufe der Elterntiere zur Stufe der Primärproduktion) sowie zum anderen der Bereich der Schlachtung und Verarbeitung (= Übergang von der Stufe der Primärproduktion zur Stufe des vermarktungsfähigen Produkts). Daneben führen optimierte Haltungs- und Hygienebedingungen und Fütterungsregime zu einer gesteigerten Tiergesundheit und über einen verringerten Antibiotikaeinsatz zu einer verminderten Entstehung antibiotikaresistenter Erreger.

Dementsprechend sollen alle in diesem Verbundforschungsvorhaben zu entwickelnden Produkte und Maßnahmen an diesen Schlüsselstellen ansetzen und ihre Hauptwirkung entfalten.

Teilprojekte des BfR:

Innerhalb des Verbundprojektes ist das BfR mit zwei Forschungsschwerpunkten befasst:

Zum einen analysieren BfR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die gängigen Verfahren des Schlachtens, Zerlegens und der Verarbeitung von Geflügel. So sollen genauere Kenntnisse gewonnen werden, wie Erreger von einer Produktionsstufe zur nächsten verschleppt und auf welchen Stufen neue Erreger eingetragen werden. Ziel ist es, einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Handlungsoptionen zu entwickeln, wie bei der Geflügelfleischgewinnung die Verbreitung von Keimen vermindert werden kann. Im Fokus steht hier unter anderem die Entwicklung von technischen Verfahren für Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung von Geflügel, von Reinigungs- und Desinfektionssystemen sowie von keimreduzierend wirkenden Herstellungs- und Verpackungsverfahren.

Im zweiten Forschungsschwerpunkt entwickelt das BfR elektronische, datenbasierte Dokumentations- und Bewertungssysteme für Geflügelhalter sowie für Geflügelschlachthöfe und Verarbeitungsbetriebe. Geflügelhalter sollen mithilfe dieser Systeme individuelle Maßnahmenpläne erstellen können, um in ihrem Betrieb den Antibiotikaeinsatz und die Verbreitung von Resistenzen zu vermindern. Grundlegendes Ziel ist es, die Wirkung einzelner Maßnahmen zur Reduktion der Verschleppung von Erregern innerhalb der Arbeitsprozesse in Schlachthöfen und Verarbeitungsbetrieben abzuschätzen.

Mit den Arbeiten im Projekt EsRAM kann das BfR auf frühere Forschungsarbeiten, unter anderem in den Projekten RESET und SILEBAT, aufbauen.

Projektpartner:

  • Freie Universität Berlin (Koordinator)
  • Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V.
  • EW Nutrition GmbH
  • Boehringer Ingelheim Veterinary Research GmbH & Co. KG
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e. V.
  • Friedrich-Loeffler-Institut
  • Universität Leipzig



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