Fachgruppe Epidemiologie, Zoonosen und Antibiotikaresistenz

Die Fachgruppe 43 hat als Arbeitsschwerpunkt die Epidemiologie von Zoonoseerregern und resistenten Bakterien in der Lebensmittelkette. In der Fachgruppe ist das Nationale Referenzlabor für Antibiotikaresistenz angesiedelt. Die Fachgruppe vereint damit epidemiologische mit mikrobiologischer und molekularbiologischer Expertise. Ihre Arbeiten schlagen sich in einer zentralen Rolle für die Zoonosenberichterstattung und die Bewertung von Risiken durch resistente Bakterien in der Lebensmittelkette sowie der Exposition gegenüber Zoonoseerregern nieder.

Die wesentlichen Amtsaufgaben in der Fachgruppe bestehen in der Mitarbeit bei der Umsetzung der Zoonosen-Überwachungsrichtlinie 2003/99/EG einschließlich des Zoonosen-und Resistenz-Monitorings sowie in der Analyse der Ergebnisse von Bekämpfungsmaßnahmen im Rahmen der Zoonosen-Bekämpfungsverordnung (EG) 2160/2003. Das Nationale Referenzlabor für Antibiotikaresistenz charakterisiert Zoonoseerreger und andere Bakterien aus der Lebensmittelkette hinsichtlich ihrer Resistenzeigenschaften und deren molekularen Grundlagen und kooperiert eng mit den Laboren der Länder und dem Europäischen Referenzlabor für Antibiotikaresistenz (https://www.eurl-ar.eu/).

Über diese Aufgaben hinausgehend ist die Fachgruppe 43 maßgeblich an der Entwicklung von open source Software-Programmen  und -Anwendungen beteiligt. Diese Tools (z.B. FoodChain-Lab) sollen beispielsweise bei der Rückverfolgung verdächtiger Eintragsquellen und der Analyse von Warenketten bei lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen  unterstützen.

Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte der Fachgruppe sind:

  • Entwicklung und Anwendung epidemiologischer Methoden und Tools
    • für die Prävalenz- und Expositionsschätzung,
    • für die Quantifizierung von Einflussfaktoren sowie für die Ermittlung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen der Kontamination von Lebensmitteln und der Erkrankung des Menschen
    • für die Analyse der Einflussfaktoren auf die Entstehung und Verbreitung resistenter Mikroorganismen in der Lebensmittelkette
  • Entwicklung und Anwendung mikrobiologischer und molekularbiologischer Methoden für den Nachweis und die Charakterisierung resistenter Mikroorganismen in der Lebensmittelkette
  • Entwicklung und Implementierung von Lösungen für die Analyse von Warenketten und die quantitative Bewertung mikrobiologischer Risiken in Lebensmittel- und Warenketten.

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