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Interaktion zwischen Metabolismus und Transport von toxikologisch relevanten Substanzen in der gastrointestinalen Barriere

11/2016-11/2019

Das Drittmittelprojekt wird im Rahmen der BfR-Forschung zu modernen Methoden in der Toxikologie durchgeführt.

Förderkennzeichen der DFG: LA1177/4-4

Internetseite des Drittmittelprojektes: -

Beschreibung des Projektes:

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) umfassen eine große Gruppe von organischen Verbindungen, deren Struktur aus mindestens zwei kondensierten aromatischen Ringen besteht. PAK in ihrer ursprünglichen Form sind lipophile und wenig reaktive Verbindungen, die erst durch den intrazellulären Metabolismus zu reaktiven Substanzen umgewandelt werden. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) hat 15 PAK als erwiesenermaßen (Gruppe 1), wahrscheinlich (Gruppe 2A) oder möglicherweise krebserregend (Gruppe 2B) im Menschen beurteilt. Das Benzo[a]pyren (BP) wurde als Humankanzerogen in die Gruppe 1 eingestuft. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) betrachtet acht PAK als humankanzerogen, wenn sie mit der Nahrung aufgenommen werden.

In der ersten Antragsperiode wurde in vivo die hepatobiläre Exkretion von BP untersucht. In dieser Studie konnten Daten bestätigt werden, die zeigten, dass verschiedene Efflux-Transporter die Ausscheidungen von BP und seinen Metaboliten aus dem Körper vermitteln. Viele offene Fragen bezüglich des Einflusses auf Bioverfügbarkeit, Metabolismus, Ausscheidung und molekulare Effekte des BP durch andere PAK gibt es nach wie vor. Momentan fehlen Daten, die besonders die orale Aufnahme und die folgenden Wirkungen auf die Leber repräsentieren, um eine Gefährdung des Menschen durch BP und in Mischungen besser abschätzen zu können. Hier ist von besonders großer Bedeutung, ob das kanzerogen Potenzial des BP über- oder unterschätz wird. Die Charakterisierung von synergistischen, additiven oder inhibitorischen Wirkungen im Vergleich zu BP in Mono-Exposition steht bei der aktuellen Projektphase im Mittelpunkt.

Projektpartner:

  • Biochemisches Institut für Umweltcarcinogene

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