Lebensmittelsicherheit und Resilienz von Lebensmittelwarenketten in biologischen Gefahrenlagen (Ess-B.A.R.)

05/2016-04/2019

Das Drittmittelprojekt wird im Rahmen der BfR-Forschung zur Sicherheit nationaler und internationaler Warenketten durchgeführt.

Förderkennzeichen des BMBF: 13N13982

Internetseite des Drittmittelprojektes: -

Beschreibung des Projektes:

Im Projekt „Lebensmittelsicherheit und Resilienz von Lebensmittelwarenketten in biologischen Gefahrenlagen (Ess-B.A.R.)“ wird beispielhaft der Eintrag der bakteriellen Krankheitserreger Bacillus anthracis (Milzbrand), Francisella tularensis (Tularämie) und Brucella spp. (Brucellose) in die Lebensmittelkette betrachtet. Gemeinsam ist den drei Erregern, dass sie als besonders gefährlich eingestuft sind und eine Infektion über Lebensmittel möglich ist.

Da Milzbrand, Hasenpest und Brucellose in Deutschland sehr selten auftreten, sind die Konzepte der amtlichen Lebensmittelüberwachung nicht routinemäßig auf den Nachweis dieser hochpathogenen Erreger ausgerichtet. Zudem erfordert der Erregernachweis spezielles Fachwissen, das nur in wenigen Laboren vorhanden ist. Für den Umgang mit sogenannten biologischen Großschadenslagen, in denen hochpathogene Erreger versehentlich oder absichtlich in Lebensmittel eingetragen wurden, sind daher neue Strategien und Lösungsansätze erforderlich.

Ein Schwerpunkt des Projektes Ess-B.A.R. ist die Entwicklung diagnostischer Verfahren, mit denen hochpathogene zoonotische Erreger in der Lebensmittelkette frühzeitig erkannt werden können. Die üblichen Erregernachweise erfordern eine zeitaufwendige Anzucht von Bakterien. Ziel ist es daher, mithilfe der sogenannten OMICS-Technologien (NGS, Next Generation Sequencing; MS, Mass Spectrometry) universell einsetzbare Methoden für den kultivierungsunabhängigen Nachweis lebensmittelassoziierter Krankheitserreger zu entwickeln.

Der zweite Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung informationstechnologischer Werkzeuge, mit denen komplexe Daten ausgewertet werden können. Diese Werkzeuge sollen es ermöglichen, Ausbreitungswege eines Krankheitserregers besser zu analysieren und die Ausbruchsquellen schneller zu identifizieren.

Teilprojekte des BfR:

Die insgesamt fünf Arbeitspakete (AP1-5) innerhalb des Verbundes Ess-B.A.R. verteilen sich auf die zwei Themenschwerpunkte Diagnostische Verfahren (AP1-4) und Informationstechnische Werkzeuge (AP5). Das BfR als Projektkoordinator ist an allen fünf AP beteiligt.

Projektpartner:

  • Freie Universität Berlin
  • Friedrich-Loeffler-Institut
  • Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik
  • KNIME.com GmbH
  • PolyAn GmbH

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