Tafelweintrauben vor dem Verzehr gründlich waschen

Von allen pflanzlichen Lebensmitteln werden die Höchstmengen für Pflanzenschutzmittel bei Tafelweintrauben am häufigsten überschritten. Das zeigen die Ergebnisse des Lebensmittel-Monitorings aus dem Jahre 1995, die jetzt veröffentlicht wurden. Bei Untersuchungen von 259 Proben durch die amtliche Lebensmittelüberwachung lagen die Rückstandsmengen bei fast jeder zehnten Probe über dem gesetzlich zulässigen Wert. Die Höchstmengenüberschreitungen waren allerdings so gering, daß gesundheitliche Auswirkungen auf den Verbraucher nicht zu erwarten sind. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, BgVV, empfiehlt, Tafelweintrauben vor dem Verzehr gründlich zu waschen, um eventuell auf der Oberfläche haftende Pflanzenschutzmittel zu entfernen.

Höchstmengenüberschreitungen wurden im Rahmen des Lebensmittel-Monitorings für sechs Insektizide und Fungizide festgestellt. Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch die Zeitschrift Öko-Test, die Tafelweintrauben auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersuchen ließ. Soweit dem BgVV die Werte bekannt sind, bestehen aus gesundheitlicher Sicht keine Bedenken. Für Fluvalinat etwa, dessen zulässige Höchstmenge mit 0,6 mg pro Kilogramm Trauben um das sechzigfache überschritten war, wird die tägliche duldbare Aufnahmemenge von 0,005 mg/kg Körpergewicht (KGW), zu knapp 10 Prozent ausgeschöpft, wenn man durchschnittliche Verzehrsmengen zugrunde legt.

Die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen wird durch die amtliche Lebensmittelüberwachung der Bundesländer kontrolliert. Das Lebensmittel-Monitoring, das zusätzlich routinemäßig vom Bund und den Ländern durchgeführt wird, dient dazu, repräsentative Daten für die Bundesrepublik Deutschland über den Gehalt an unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln zu gewinnen. Jährlich werden dafür rund 4.600 Proben untersucht. Die Organisation des Monitorings, die Erfassung und Auswertung sowie die Berichterstattung obliegen dem BgVV. Die Broschüre „Lebensmittel-Monitoring 1995" enthält Daten über die Belastungssituation verschiedener Lebensmittel tierischen und pflanzlichen Ursprungs sowie daraus resultierende Empfehlungen für Verbraucher. Sie kann zum Preis von DM 5,-- schriftlich oder per Fax bei der Pressestelle des Bundesinstituts angefordert werden.


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