BgVV Informationsschrift zu „Lebensmittel und Gentechnik" erschienen

Die gegenwärtige Debatte um den Einsatz von Methoden der Gentechnik bei der Herstellung von Lebensmitteln hat viele Verbraucher verunsichert. Mit der Informationsschrift „Lebensmittel und Gentechnik" möchte das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, BgVV, den Verbraucher informieren und einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten.

Die Informationsschrift beantwortet im Eingangskapitel die Frage, was Gentechnik ist, und gibt einen Überblick über das Potential, das in dieser Variante der Biotechnologie steckt. In einem weiteren Kapitel werden die Einsatzmöglichkeiten gentechnischer Methoden im Bereich der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie an verschiedenen Beispielen aufgezeigt.

Ausführlich widmet sich die Informationsschrift dem Thema der Sicherheitsbewertung. Am Beispiel gentechnisch veränderter Sojabohnen wird dargelegt, wie die zuständigen Prüfbehörden die Risiken bewertet haben, die von gentechnisch veränderten Sojabohnen ausgehen könnten, wenn diese als Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten verwendet werden. Informiert wird auch über das Risikopotential von Antibiotikaresistenzgenen, die in einigen der derzeit für die Lebensmittelproduktion zugelassenen oder im Genehmigungsverfahren befindlichen gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten sind. Antibiotikaresistenzgene wurden zur Markierung (Markergene) von Pflanzenzellen eingesetzt, bei denen eine genetische Veränderung vorgenommen wurde. Dadurch ist es möglich Zellen, bei denen fremde Gene mit Erfolg eingebaut wurden, von solchen zu unterscheiden, bei denen der Gentransfer nicht erfolgreich war. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes raten das BgVV als Erstprüfstelle für Neuartige Lebensmittel sowie andere deutsche Behörden heute vom Einsatz solcher Antibiotikaresistenzgene ab. Es gibt inzwischen alternative Verfahren, mit denen die Unterscheidung erfolgen kann.

Ein Überblick über den rechtlichen Rahmen für den Einsatz der Gentechnik in der Lebensmittelproduktion und über Verfahren zum Nachweis gentechnischer Veränderungen in Lebensmitteln sowie eine umfangreiche Literaturliste und ein Glossar zum Thema runden die Informationsschrift ab.

Gegen Einsendung eines mit 3,- DM frankierten Rückumschlags im Format C 5 ist die Informationsschrift „Lebensmittel und Gentechnik" bei der Pressestelle des BgVV kostenlos erhältlich.


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