BfR ist bekannte Instanz im gesundheitlichen Verbraucherschutz


31/2021, 07.07.2021


Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine bekannte Instanz des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Deutschland. Das belegt die aktuelle Evaluation „BfR-Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung“. Alle vier Jahre interviewt das BfR rund 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher sowie etwa 500 Fachleute aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Medien sowie den Wirtschafts- und Verbraucherverbänden zu Themen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und zur Bekanntheit des Bundesinstituts. Der Name des BfR ist demnach über 80 Prozent der Stakeholder vertraut. „61 Prozent der Fachleute, die die Informationen und Bewertungen des BfR kennen, nutzen diese auch. Das zeigt uns, dass sie unsere Arbeit wertschätzen und als vertrauenswürdig beurteilen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Bei der Bevölkerung liegt der Wert derer, die den Namen des Bundesinstituts kennen, bei jetzt knapp 40 Prozent. Etwa die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich allgemein gut oder sehr gut in Sachen gesundheitlicher Verbraucherschutz informiert - Tendenz steigend.

Der Bericht „BfR-Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung: Fünfte Evaluation zum gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland“ ist auf der BfR-Website veröffentlicht:

Wie auch in den vergangenen Evaluationen konnte nur ein Teil der Bevölkerung ohne Hilfestellung Institutionen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes nennen. Daher liegt auch die ungestützte Bekanntheit des BfR in der Bevölkerung auf einem niedrigen Niveau (ein Prozent). Vor allem werden die Institutionen genannt, die häufig in den Medien präsent sind. Bei den Stakeholdern ist es ähnlich: 12 Prozent nennen das BfR spontan. Wird jedoch konkret gefragt, ob die Befragten bereits vom BfR gehört haben, steigt dessen Bekanntheit in der Bevölkerung auf fast 40 Prozent an. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als im Vergleich zur Befragung im Jahr 2016. Bei den Stakeholdern schnellt die Zahl auf 82 Prozent, das hingegen sind 5 Prozentpunkte weniger als noch im Jahr 2016. Die Verbraucherinnen und Verbraucher kennen eher den Namen, nur 5 Prozent können auch die Aufgaben des BfR nennen. Bei den Stakeholdern liegt dieser Anteil bei 35 Prozent.

Ein Drittel der Bevölkerung, die das BfR spontan oder dem Namen nach kennt, weiß, dass das BfR Informationen zum gesundheitlichen Verbraucherschutz herausgibt, und ein Drittel dieser Personen nutzt diese auch. Bei den Stakeholdern wissen etwas über 40 Prozent, die das BfR kennen, dass das Institut Bewertungs- und Forschungsergebnisse zur Lebensmittel-, Produkt- und Chemikaliensicherheit herausgibt. 61 Prozent dieser Personen nutzen diese Informationen. 39 Prozent der Bevölkerung, die BfR-Inhalte nutzen, halten sie für wichtig oder sehr wichtig. Bei den Stakeholdern sind dies mit 52 Prozent über die Hälfte, die diese Informationen für wichtig oder sehr wichtig einschätzen.

Insgesamt wird dem staatlichen Gesundheitsschutz sowohl von der Bevölkerung als auch den befragten Stakeholdern eine hohe Bedeutung zugemessen. In der aktuellen Erhebung sehen sowohl die Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch die Stakeholder vor allem Themen wie COVID-19, Umweltverschmutzung und mangelnde Qualität im Lebensmittelbereich oder bei Produkten sowie ungesundes Ernährungsverhalten als die größten gesundheitlichen Risiken an.

Generell sind gesundheitliche Verbraucherrisiken Themen, über die sich nicht nur die Verbraucherinnen und Verbraucher häufig informieren, sondern vor allem auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich Politik sowie die befragten Stakeholder allgemein. Insgesamt fühlt sich etwa die Hälfte der Befragten aus der Bevölkerung zu dem Thema gut (38 Prozent) oder sehr gut (10 Prozent) informiert. Tendenz steigend: Im Jahr 2016 lagen diese Werte noch bei 30 Prozent (gut) bzw. 6 Prozent (sehr gut). Bei den Stakeholdern gaben zwei von drei Befragten an, sich gut oder sehr gut informiert zu fühlen.

Über die BfR-Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung

Das BfR evaluiert regelmäßig, wie der gesundheitliche Verbraucherschutz in Deutschland wahrgenommen wird. Die aktuelle Evaluation wurde im Jahr 2020 als telefonische Befragung unter 1.003 Verbraucherinnen und Verbrauchern und 504 Stakeholdern aus den fünf Bereichen Wissenschaft, Politik, Medien, Verbraucher- und Wirtschaftsverbänden durchgeführt. Dabei wurden sowohl Fragen zum gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland allgemein als auch zur Arbeit und Bekanntheit des Instituts gestellt. Es ist die fünfte Evaluation, vergangene Befragungen fanden in den Jahren 2004, 2008, 2012 und 2016 statt.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


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