Wer macht was? Nachschlagewerk gibt Überblick über die Institutionen für Lebensmittelsicherheit in Europa


35/2021, 11.08.2021


Wie ist die Lebens- und Futtermittelsicherheit in Europa organisiert? Welche Institutionen gibt es in den jeweiligen Ländern? Und wofür sind diese jeweils zuständig? Das Nachschlagewerk „EU Food Safety Almanac“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt einen aktuellen Überblick über die Zuständigkeiten der wesentlichen Akteure in 37 europäischen Ländern. „Mit der Neuauflage des Almanachs leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständigen Institutionen mit der EU“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, BfR-Präsident und deutsches Mitglied im Beirat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die Globalisierung der Lebensmittelproduktion und des Lebensmittelhandels liefert den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Europa eine immer größer werdende Auswahl an Produkten. Mit dem wachsenden Angebot aus aller Welt steigen jedoch gleichzeitig die Anforderungen an wissenschaftliche Bewertungen, notwendige Maßnahmen und die Kommunikation möglicher gesundheitlicher Risiken. „Wir brauchen eine starke internationale Zusammenarbeit, um die Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln entlang so komplexer Lieferketten gewährleisten zu können“, betont Hensel.

Jeder Staat ist im Bereich Lebensmittelsicherheit unterschiedlich aufgestellt – die Einrichtungen und Zuständigkeiten variieren, und vielerorts wurden in den vergangenen Jahren neue Institutionen ins Leben gerufen. Der EU-Almanach bietet einen verständlichen Überblick über die administrativen Strukturen und staatlichen Einrichtungen, die in der Europäischen Union und den benachbarten Ländern Lebens- und Futtermittelsicherheit gewährleisten. Der Fokus liegt auf der Bewertung gesundheitlicher Risiken: Jedes Länder-Kapitel enthält eine Übersicht der jeweils zuständigen Institutionen sowie eine detaillierte Beschreibung ihrer Rechtsgrundlagen, Aufgaben und Tätigkeiten.

Die Zuständigkeiten werden grafisch anhand von Piktogrammen dargestellt. So ist schnell und leicht ersichtlich, welche Institution welchen Bereich verantwortet – beispielsweise Pflanzenschutzmittel, Nahrungsergänzungsmittel, neuartige Lebensmittel oder Zoonosen. Zugleich erfahren die Leserinnen und Leser, welche Ministerien und Einrichtungen es im Bereich Risikomanagement gibt, wie die Länder gesundheitliche Risiken nach außen kommunizieren und inwieweit Risikobewertung und Risikomanagement überhaupt institutionell getrennt sind. Eine zusammenfassende Liste bietet zudem eine praktische Übersicht über alle zentralen Institutionen.

Die 5. Auflage des „EU Food Safety Almanac“ erscheint zunächst in englischer Sprache. Die Neuauflage umfasst 37 Länderprofile, die das BfR in Zusammenarbeit mit der EFSA und den EFSA-Kontaktstellen (EFSA Focal Points) in den jeweiligen Mitglieds- und Nachbarstaaten erstellt und aktualisiert hat. In der Broschüre finden sich Informationen zu allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und den benachbarten Ländern Island, Norwegen und der Schweiz sowie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und zur Türkei.

Der Almanach wendet sich an alle, die sich über die Strukturen und Institutionen der Lebensmittelsicherheit informieren möchten – insbesondere an Beschäftigte von Überwachungsbehörden, an Medien, Verbraucherverbände, Vertreterinnen und Vertreter der Lebensmittelindustrie, der Wissenschaft und der Politik. Er steht auf der BfR-Website unter folgendem Link kostenlos als PDF zur Verfügung und kann kostenlos als Booklet bestellt werden:

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


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