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Sound Animals and healthy Food within the Euregio Guaranteed by an United Approach (SafeGuard)

07/2008-06/2013

Das Drittmittelprojekt wurde im Rahmen der BfR-Forschung zur Futtermittelsicherheit durchgeführt.

Förderkennzeichen der EU: INTERREG IVa III-2-03=025

Internetseite des Drittmittelprojektes: http://giqs.org/projekte/safeguard

Im Rahmen des INTERREG IVa- Programms wurde die grenzüberschreitende wissenschaftliche  Zusammenarbeit von Deutschland und den Niederlanden gefördert. Die deutsch-niederländische Grenzregion zeichnet sich durch eine besonders hohe Dichte an Unternehmen im Agrar- und Ernährungsbereich aus und die Landwirtschaft ist über die Landesgrenzen hinweg eng miteinander vernetzt. Die Region ist nicht nur eine der bevölkerungsreichsten Gebiete Europas, sondern dort ist zudem die Viehdichte sehr hoch; die Verbesserung der Sicherheit von Futter- und Lebensmitteln tierischen Ursprungs sowie deren Verarbeitungsprodukte ist deshalb dort von Bedeutung. Diese Schwerpunkte wurden im Rahmen des Projektes SafeGuard von 35 Partnern bearbeitet, darunter Ministerien, Behörden, Kreise und Städte der Grenzregion, Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen.

Teilprojekte des BfR

Das BfR, Abteilung Sicherheit in der Nahrungskette, war aufgrund seiner Expertise im Bereich des Transfers (Carry over) von unerwünschten Stoffen bzw. Kontaminanten aus dem Futter in das Lebensmittel tierischen Ursprungs  im Arbeitspaket 3.3 - Verfahrensweisen und Prognosemodelle bei der risikoorientierten Futter- und Lebensmittelanalytik und Überwachung - beteiligt. Für eine Vielzahl von unerwünschten Stoffen fehlten aussagekräftige Parameter, um eine Bewertung potenzieller gesundheitlicher Risiken für das lebensmittelliefernde Tier, als auch für die Verbraucher infolge der Aufnahme solcher Stoffe über das Futter bzw. über die Lebensmittel vornehmen zu können.

Perfluoralkylsäuren (PFAAs, auch perflourierte Tenside (PFT) genannt) sind Industriechemikalien, die sich nachteilig auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken können. Die persistenten Verbindungen gelten als bioakkumulativ und toxisch und werden von Mensch und Tier in erster Linie über kontaminierte Nahrungsmittel und Trinkwasser aufgenommen. Bislang gab es kaum Erkenntnisse über die Mechanismen des Transfers von PFAAs in der Nahrungskette (Pflanze- Tier- Lebensmittel- Mensch). Um die Datenlage zu verbessern, wurden daher am Bundesinstitut für Risikobewertung Fütterungsversuche an landwirtschaftlichen Nutztieren durchgeführt mit dem Ziel, im Falle einer unerwünschten PFAA- Exposition landwirtschaftlicher Nutztiere auf die Gehalte an PFAAs in den von ihnen stammenden Lebensmitteln und darüber hinaus auf die Exposition des Verbrauchers gegenüber PFAAs schließen zu können.

Darüber hinaus sollte die Entwicklung einer neuen Screening Methode zukünftig ein  vergleichsweise einfaches und kostengünstiges Monitoring im Futtermittel- und Lebensmittelbereich ermöglichen. Basierend auf den Erkenntnissen über das Vorkommen und das Verhalten der perfluorierten Verbindungen im Organismus der verschiedenen Nutztierarten Rind, Schwein und Hühnergeflügel sollten Expositionszenarien für die Aufnahme von PFFA- bzw. PFT-Verbindungen über die Futtermittel- und Lebensmittelkette entwickelt werden.


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