Verbesserung der Schmerzbehandlung bei Fischen

Fische stellen, nach den Nagetieren, die größte Gruppe von Versuchstieren in Deutschland dar. Da  sie, wie alle Wirbeltiere, unter das Tierschutzgesetz fallen, sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gesetzlich dazu verpflichtet, das Leid der Tiere im Tierversuch zu minimieren. Dazu gehört auch eine adäquate Schmerzbehandlung. Aktuell fehlen jedoch zuverlässigen Daten zur Schmerzwahrnehmung bei Fischen. So ist zurzeit unklar, welche Reize von Fischen als schmerzhaft wahrgenommen werden und wie Schmerzmittel auf das Nervensystem des Fisches wirken. Durch die Unterschiede in der Gehirnstruktur zwischen Säugetieren und Fischen, lassen sich bereits gewonnene Erkenntnisse aus anderen Tierarten nicht ohne weiteres auf Fische übertragen.

Am Bf3R wird daher die Wahrnehmungsfähigkeit von Fischen am Modellorganismus Zebrabärbling (Danio rerio) untersucht. Mit Hilfe  genetischer Tiermodelle und konfokaler Lasermikroskopie kann die Hirnaktivität lebender Fischembryone in Echtzeit dargestellt und quantifiziert werden.


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