Zoonosen: Gesundheitliche Bewertung

Zwei von drei Erregern, die bei Menschen Infektionskrankheiten auslösen, können von Tieren übertragen werden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Infektion durch Salmonellen, kurz Salmonellose. Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, bezeichnet man als Zoonosen. Ein jährlicher BfR-Bericht informiert Verbraucherinnen und Verbraucher über deren Verbreitung.

Was sind Zoonosen?

Der Begriff Zoonose leitet sich aus den griechischen Wörtern zoon (Lebewesen) und nosos (Krankheit) ab. Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die von Bakterien, Parasiten, Pilzen, Prionen oder Viren verursacht und wechselseitig zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können.

Übertragung vom Tier zum Menschen 

Nahezu zwei Drittel aller bekannten humanpathogenen Erreger - Erreger, die beim Menschen eine Krankheit auslösen können - werden vom Tier zum Menschen weitergegeben.

Eine Übertragung kann durch direkten Kontakt, über Lebensmittel, z.B. über Milch, Eier, Fleisch oder andere Lebensmittel, aber auch über Vektoren (z.B. Zecken, Mücken) erfolgen.

Durch schnelles Bevölkerungswachstum, zunehmende Mobilität, veränderte Tierzucht und -haltung sowie Klimaveränderungen gewinnen Zoonosen immer mehr an Bedeutung.

Bei praktisch allen neuen Erregern der letzten Jahre, aber auch bei vielen aktuellen Infektionskrankheiten, handelt es sich um Zoonosen. Dazu zählt zum Beispiel die Infektionskrankheit SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom).

Was macht das BfR?

Das BfR betreibt Forschung zu Zoonosen sowohl auf dem Gebiet der Zoonoseerreger als auch auf dem Gebiet der Verbreitung der Erreger (Epidemiologie), der Übertragungswege und der Entwicklung alltagstauglicher Diagnosemethoden (Referenzlaboratorien).

 





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