Giftige Pflanzen und ungenießbare Pilze


16/2005, 03.06.2005


Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz: Am 31. Mai 2005 wurden elf Schüler einer Berliner Schule mit Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Verdacht, dass sie Samen oder Früchte des giftigen Goldregens, einem beliebten Ziergehölz heimischer Gärten, verzehrt hatten, bestätigte sich nicht: Die Schüler hatten „nur“ zu viele Schoten des vergleichsweise harmlosen Erbsenstrauchs gegessen. Der Fall zeigt, wie wichtig verlässliche Informationen über mögliche Gefahren durch giftige Pflanzen sind. Die eindeutige Bestimmung der Giftquelle und die richtige Einstufung des Risikos kann lebensnotwendig sein. Genau diese Informationen bieten die beiden jetzt vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) neu aufgelegten Broschüren zu giftigen Pflanzen und Pilzen.

Das BfR hat die beiden beliebten Verbraucherinformationen komplett überarbeitet. Beide Broschüren gehen in kurzen, bebilderten Darstellungen auf die möglichen Gefahrenpotenziale einzelner Pflanzen bzw. Pilze ein. Außerdem werden jeweils ein Überblick über mögliche gesundheitliche Risiken und konkrete Handlungsempfehlungen bei Vergiftungen gegeben. Dazu zählt vor allem, beim Verdacht auf eine Vergiftung so schnell wie möglich die nächste Giftinformationszentrale oder einen Arzt hinzuzuziehen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Die Broschüre „Risiko Pflanze – Einschätzung und Hinweise“ liefert Antworten auf eine Vielzahl von Fragen zu möglichen Risiken bei Pflanzen in Haus und Garten, auf die im Zusammenhang mit ihrer Giftigkeit besonders zu achten ist. Mit ihr können Verbraucher anhand von Farbfotos und Kurzbeschreibungen das eigene Umfeld auf diese Gefahrenquelle überprüfen und Vergiftungen mit Pflanzen vorbeugen.

Die Broschüre zum „Risiko Pilze“ spiegelt die neuesten Erfahrungen der Giftinformationszentren aus dem gesamten Bundesgebiet wider. So gibt es Pilze, die in der älteren Literatur als essbar beschrieben werden, sich zwischenzeitlich aber als giftig oder zumindest giftverdächtig erwiesen haben. Bei anderen Arten sind Unverträglichkeiten bekannt geworden. Die Abbildungen und Textinformationen der überarbeiteten Broschüre helfen Sammlern, Ärzten und Lehrern, die Pilze in Wald, Wiese und Park leichter zu erkennen, die Genusstauglichkeit zu beurteilen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Vergiftung gekommen ist.

 Die beiden farbig bebilderten Broschüren „Risiko Pflanze“ (45 Seiten) und „Risiko Pilze“ (65 Seiten) können schriftlich bei der Pressestelle des BfR bestellt werden. Die Anschrift lautet: Thielallee 88-92, 14195 Berlin, die Mailadresse ist: r.golsch@bfr.bund.de. Für jede der Broschüren wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 5 € erhoben. Der Versand ist im Preis enthalten; eine Rechnung wird beigefügt. Der Preis reduziert sich bei Abnahme größerer Stückzahlen. Details hierzu entnehmen Sie bitte unserer Homepage (www.bfr.bund.de) Menupunkt: Publikationen/Broschüren und Faltblätter.

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